Was tun in Tokio? Von klassisch bis durchgeknallt

Tokio ist riesig! Was tun in Tokio,

in einer der grössten Städte der Welt?

Das Angebot an Tokio Sehenswürdigkeiten ist riesig. Wie soll man sich sich in diesem Meer an Möglichkeiten bloss zurechtfinden? Nun, Tokio auf deiner Japan Reise auszulassen, das geht gar nicht! Als ich im April 2014 zur Kirschblütenzeit in Tokio war habe ich bewusst keine Reiseführer gelesen, weil ich wusste, dass ich sonst ob den viel zu vielen Tokio und Japan Reisetipps nur Kopfweh bekomme.

Stattdessen habe ich mir vor Ort Unterlagen geben lassen und im Internet nach Stichworten recherchiert. Denn glaube mir, wenn du nicht dein ganzes Leben mit Japan Reisen und in Tokio verbringen willst oder sehr spezielle Interessen hast, reicht das vollkommen aus.

Inhaltsverzeichnis

Ich habe diesen grossen Artikel – zu Tokio einen kleinen Artikel zu schreiben schien mir unmöglich – in vier Abschnitte unterteilt, zu denen du auch gerne direkt springen kannst, indem du dem Link folgst:

Das klassische Tokio

Das leicht charmant verrückte Tokio

Das lebensfrohe, durchgeknallte Tokio

Wichtige Extra-Tipps zu Tokio

Wenn du alle Tokio Sehenswürdigkeiten, die hier vorgeschlagen sind, besuchen willst, dann dauert das mindestens drei Tage von morgens früh bis abends spät!

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Das klassische Tokio

Ost-Garten des Imperialen Palasts

Der imperiale Palast ist die Residenz des Japanischen Kaisers und da dieser immer noch schaltet und waltet, kann der Palast nicht einfach so besucht werden. Es gibt organisierte Führungen, zu denen man sich angeblich auf der Webseite des Palastes anmelden kann. Doch die Links dort sind verwirrend und mir ist es im März 2014 nicht gelungen, mich zu so einer Führung anmelden zu können. Falls du es dennoch probieren magst, hier ist der Link. Ich glaube, dass es vielleicht geht mit der Unterstützung eines freiwilligen Reiseführers (siehe „Wichtige Extra-Tipps zu Tokio“, letzter Punkt).

Aber zum Glück ist der östliche Garten des imperialen Palastes frei zugänglich und dieser ist eine Augenweide, die man gesehen haben sollte. Man kann von einigen Aussichtspunkten auch exzellente Bilder von Downtown Tokio schiessen. Der Park befindet sich auf einem Plateau, auf welchem früher der Honmaru Goten-Palast, Residenz des Shoguns, stand. Ab 1869 wurde das Gelände zum Sitz des Japanischen Kaiserhofs.

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Ebenfalls faszinierend fand ich die nach aussen gekrümmten Mauern, die das Palastgelände umgeben und in den Wassergraben münden.

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Für deine Reiseplanung

Fahre zum Hauptbahnhof Tokio und folge dem Ausgang zum Imperialen Palast.

Meiji Jingu Schrein

Hier handelt es sich um einen der wichtigsten Shinto-Schreine Tokios. Er beherbergt die sterblichen Überreste des Kaisers Meiji, der 1912 starb. Während des zweiten Weltkriegs wurde der Schrein zerstört und 1958 wieder rekonstruiert. Er befindet sich in einem Nadelbaum-Park und die verschiedenen Bauten des Schreins scheinen harmonisch mit der Umgebung zu verschmelzen. Mit ein bisschen Glück kann man auch eine Shinto-Hochzeitszeremonie beobachten.

Kaiser Meiji versuchte während seiner Herrschaftszeit die westliche mit der Japanischen Kultur zu verknüpfen. Insbesondere trank er sehr gern auserlesene Weine. Davon zeugen auf dem Weg zum Schrein gespendete Weinfässer, die entlang des Wegs aufgestellt sind. Wie um dieses Prinzip zu bestätigen befinden sich auf der gegenüberliegenden Seite des Wegs Sake-Behälter.

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Da der Schrein weiträumig ist, ist es hier besonders einfach, die verschiedenen Elemente eines Shinto-Schreins zu erkennen. Die nachfolgenden Bilder zeigen einige Stationen des Schreins:

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Vor dem Gebet sollen die Hände und der Mund gewaschen werden.

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Der Schrein selbst

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Diese Holzplättchen, die rund um den göttlichen Baum aufgehängt sind, beinhalten die Wünsche der jeweiligen Person auf der Rückseite.

Für deine Reiseplanung

Der Eingang zum Schrein befindet sich gegenüber der Harajuku-Station.

Gratis-Aussichtsplattform der Tokioter Stadtverwaltung in Shinjuku

Gut zu wissen, dass man Tokio auch umsonst von oben besichtigen kann. Die Stadtverwaltung Tokios in Shinjuku ist in zwei Hochhäusern untergebracht, die eine moderne Interpretation der Notre Dame Kirche in Paris darstellen. Entscheide dich für einen der Türme und stehe an bei der Sicherheitskontrolle des Lifts. Du kannst auch in beiden Türmen umsonst hochfahren. Wir hatten dies gemacht, da meine Freundin nach einem Turm mit der Ausbeute an Fotos noch nicht zufrieden war 🙂

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Der Cocoon Tower. Das braune Hochhaus zu seiner Linken ist das Shinjuku Center-Gebäude.

Für deine Reiseplanung

Steige aus beim Shinjuku-Bahnhof und laufe in Richtung Shinjuku-Park. Die zwei Hochhaustürme der Stadtverwaltung grenzen an den Park.

Parks

Die Tokioter scheuen keinen Aufwand, um ihre Parks so schön wie nur möglich zu gestalten. Aus diesem Grund solltest du so viele Parks wie nur möglich besichtigen, im Minimum aber den Ueno-Park und den Yoyogi-Park. Wie diese beiden während der Kirschblütenzeit aussehen erfährst du hier.

Für deine Reiseplanung

Den Ueno Park erreichst du ab der Ueno-Station. Der Yoyogi-Park grenzt an den Meiji Jingu-Schrein und ist erreichbar über die Harajuku-Station.

Sumo-Kämpfer und das Sumo-Stadion

Während der Vorbereitung auf meine Japan-Reise las ich einige Male, dass es ausserhalb der Kampfsaison fast nicht möglich sei, einen Sumo-Kämpfer zu sehen.

Warum sahen wir dann gleich deren zwanzig in der Umgebung des Stadions?

Weil wir zufälligerweise während der Mittagessen-Zeit dort waren! Mein Tipp daher: Schau, dass du etwa um 11:30 Uhr beim Stadion ankommst und verbringe eine Stunde in dessen Umgebung. Dann sollte es klappen mit ein paar Sumo Ringer-Schnappschüssen. Das Stadion ist auch ausserhalb der Kampf-Zeiten geöffnet und beinhaltet ein kleines Museum, dessen Besuch umsonst ist. In der Nähe des Stadions findest du einen schönen, öffentlichen Park, der zum Verweilen einlädt und das Edo Tokio-Museum, das die Geschichte Tokios, welches früher Edo hiess, zum Thema hat.

Wer einen Sumo-Kampf live erleben will, sollte seinen Reiseplan an die Kampfsaison anpassen und frühzeitig versuchen, Tickets zu erhalten.

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Für deine Reiseplanung

Nimm die S-Bahn bis zur Ryōgoku-Station. Das Sumo Stadion grenzt direkt an den Bahnhof auf dessen Hinterseite.

Restaurant mit Verkaufsmaschine

Iss in einem Restaurant mit Verkaufsmaschine am Eingang. Das ist in ganz Japan aufgrund der hohen Löhne normal. Als Besucher kommst du fast nicht drumherum, es sei denn, du isst stets teuer oder westlichen Fast Food. Aber wer will das schon in einem Land, das für sein Essen weltberühmt ist. Wenn man hilflos vor dem Automaten steht, kommt meistens schnell jemand, der ein bisschen Englisch kann und einem hilft.

Frischen Sushi im Fisch-Markt Tokios essen (Tsukiji Market)

Der Handelsbereich des Tsukiji-Fischmarkts öffnet für Touristen ab 9 Uhr. Ab 5:30 Uhr morgens findet die Thunfischauktion statt. Willst du diese sehen, musst du ein zwei Stunden zuvor bereits anstehen, um sicher eines der 120 Gratis-Tickets für Touristen pro Tag zu ergattern. Während der Kirschblütenzeit dürften nicht mal zwei Stunden früh genug sein. Die Restaurants des Marktes sind von 5:30 Uhr bis mittags geöffnet. Überzeuge dich persönlich davon, dass frischer Sushi unschlagbar ist! Um 13 schliesst der Markt für eine Reinigung. Der Touristenbereich ist noch ein bisschen länger geöffnet.

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Den Markt erreichst du über die Tsukiji-U-Bahn-Station, für welche der JR-Railpass nicht gültig ist oder per vorbestelltem Taxi frühmorgens.

Tokyo Sky Tree Tower

Er ist der höchste Fernsehturm der Welt und das zweithöchste Gebäude der Welt, aber trotzdem noch ein Baby, denn eröffnet wurde er am 22. Mai 2012. Die für Touristen zugänglichen Aussichtsplattformen befinden sich in 350 und 450 Metern Höhe. Das Erwachsenen-Tagesticket für die 350 Meter Plattform kostet ca. 15 EUR, die 450 Meter Plattform zusätzlich ca. 7 EUR. (Stand Dezember 2014)

Die lange Wartezeit kann mit einer Ticketreservierung umgehen. Diese funktioniert leider nicht mit ausländischen Kreditkarten und ist 25% teuer als ein Tagesticket an der Kasse. Versuche dein Hotel um diesen Gefallen zu bitten. Und vergiss zu guter Letzt auch nicht, zu prüfen, ob das Wetter am geplanten Tag gut sein wird.

Tokio hat übrigens zwei Türme mit Aussichtsplattformen. Du kannst auch den älteren, nicht so hohen, Tokio Tower besuchen.

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Der Tokyo Sky Tree Tower ist mit der Oshiage-Station verbunden.

Nakamise Einkaufsstrasse

Diese findet sich im Asakusa-Quartier, das sich noch ein bisschen ursprüngliches Japan ohne Hochhäuser bewahrt hat. Die Nakamise-Strasse wird dich begeistern, wenn du gerne den einen oder anderen Japanischen Snack probieren willst oder auf Souvenirjagd bist, um deine Freunde zuhause zu beeindrucken. (Weiterer Hinweis, siehe „Das lebensfrohe, durchgeknallte Tokio“, letzter Punkt) In den Seitenstrassen findest du manchmal die gleiche Ware zu günstigeren Preisen! Plane den Besuch aufs Wochenende, um noch mehr Auswahl zu haben.

Am Ende der Nakamise-Einkaufsstrasse befindet sich der bekannte Buddhistische Sensoji-Tempel, erbaut im 7. Jahrhundert. Zu Fuss kannst du zudem in 20 Minuten den nahegelegenen, neuen Tokyo Sky Tree Tower erreichen.

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Du erreichst die Nakamise-Einkaufsstrasse über die Asakusa-Station.

Yasukuni-Schrein

Hast du jemals in den Nachrichten gehört, dass der Japanische Premier trotz aller Kritik einen Schrein besucht hat, um den Gefallenen des 2. Weltkriegs zu gedenken? Dabei handelt es sich um den Yasukuni-Schrein. In diesem Schrein wird allen kriegsgefallenen Japanern seit 1868 gedacht, wobei die überwältigende Mehrheit der Gefallenen – über 2 Millionen – im 2. Weltkrieg starb.

Der Park, in welchem der Schrein steht, ist wegen seiner Kirschbäume in der Kirschblütenzeit beliebt für Picknicke.

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Der Schrein befindet sich hinter dem Gelände des Imperialen Palastes. Ab dem Hauptbahnhof zu Fuss sind es etwa 1.5 km. Oder du nimmst die U-Bahn zur Kudanshita-Station (Railpass nicht gültig). Aber auch von dort ist es noch ein Stück zu Fuss.

Ameya-Yokochō Markt

Der Besuch des Marktes lässt sich bestens mit dem Besuch des Ueno Parks kombinieren. Wenn du die Ueno-Station verlässt und den Hochgeleisen auf der rechten Seite in Richtung Okachimachi-Station entlangläufst, kannst du unzählige Läden unter den Hochgeleisen und Stände auf offener Strasse bewundern. Hier werden Lebensmittel-Spezialitäten wie Gewürze und getrocknetes Fleisch angeboten. Kleider, Handtaschen und Kosmetika sind ebenfalls im Angebot. Auch wenn du nichts kaufst, lohnt es sich der Atmosphäre wegen ein paar hundert Meter durch die Marktstrasse zu schlendern.

Der Ueno Park

ist einerseits ein Park, bietet andererseits aber auch Zugang zu etlichen Museen und Tempeln. Nicht verpassen solltest du den See (Shinobazu Teich), der dem Park seitlich unterhalb angegliedert ist und schöne Aussichten bietet. Besonders während der Kirschblütenzeit ist der Ueno Park eine Augenweide.

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Wenig überraschend erreichst du den Ameya-Yokochō Markt und den Ueno Park ab der Ueno-Station. 🙂

Die Toden Arakawa Linie

Von allen Tramlinien, die Tokio einst hatte, ist diese als einzige übrig geblieben. Eine Fahrt lohnt sich, weil die Linie durch typische Quartiere Tokios führt und teilweise ein eigenes Trassee aufweist ohne Strasse nebenan. Sicherlich eine gute Sache für ein etwas entspannteres Sightseeing zwischendurch.

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Die Toden-Arakawa Linie verkehrt zwischen den Stationen Minowabashi und Waseda.

Roppongi Hills Mori Tower

Von der Aussichtsplattform des 54 Stockwerke hohen Roppongi Hills Mori Tower kannst du, im Gegensatz zu den anderen Aussichtspunkten, die Aussicht Tokios unter freiem Himmel geniessen. Aber beachte auch hier die Wettervorhersage, so dass dir nicht Nebel oder Wolken das Erlebnis vermiesen. Bei schlechtem Wetter kann zudem die offene Aussichtsplattform geschlossen sein.

Der Eintritt (Stand Dezember 2014) für beide Aussichtsplattformen der Turms kostet etwa 15 EUR.

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Den Turm erreichst du über die Roppongi U-Bahn-Haltestelle (JR Railpass nicht gültig).

Das leicht charmant verrückte Tokio

Weiter zu den etwas verrückteren Tokio Sehenswürdigkeiten.

Der Hauptbahnhof Tokios und alle Tunnels rundherum

Das ist echt ein Spass! Immer wieder mal stösst man in diesem Chaos an Durchgängen auf ein interessantes Geschäft. Wir hatten dort unser Lieblingscafé zum Frühstücken gefunden, wo es für 10 EUR einen perfekten Cappuccino mit Sandwich dazu gab. Am Folgetag hatte wir ziemlich Mühe, es wieder zu finden. 🙂

Ich kann dir nur empfehlen, dich mal für eine Stunde in dieses Labyrinth an Tunneln zu begeben und den hektischen Alltag Tokios aus dieser Perspektive zu beobachten. Eines, das mir schnell auffiel: Kein Japaner vernachlässigt seine Kleidung. Sie legen alle sehr wert darauf, dass ihr Stil – wie immer der auch sein mag – perfekt aussieht.

Akihabara Electric Town Einkaufszentren

Wenn du auf der Suche nach dem neuesten, elektronischen Gadget bist, bist du hier genau so richtig wie für Geschäftsanzüge oder Bikini-Bilder plus DVD von deinem Lieblings-Popstar-Girl; und bestimmt noch etliches mehr, was mir gar nicht aufgefallen ist.

Eines der Einkaufszentren haben wir von zuunterst bis zuoberst unter die Lupe genommen und sind dabei auf Lebensmittel, Elektronik, Anzüge, Wellness, Buchabteilung und noch ein paar mehr Sachen gestossen. Komme fürs Einkaufen spätestens um 17 Uhr, denn die meisten Läden schliessen zwischen 18 und 19 Uhr.

Akihabara Electric Town Idol Girl Gruppen

Auch für das ist Akihabara bekannt. Neben den international – zumindest im Asiatischen Raum – bekannten Gruppen aus Korea, Japan und China gibt es auch unzählige Gruppen, die den Durchbruch noch schaffen wollen. Diese treten in Lokalen in Akihabara jeden Abend auf. Jeder, der Eintritt zahlt, darf nach dem Konzert sowohl die Gruppe, als auch die einzelnen Damen bewerten. Daraus werden dann Beliebtheitscharts erstellt. Es schauen mehrheitlich Männer zu, von 20 bis 70 Jahren ist jede Altersgruppe vertreten. Oberhalb einer Pachinko-Spielhalle entdeckten wir ein Geschäft mit einer Ladenfläche von 50 Quadratmetern mit Bikinibildern und DVDs von vermutlich fast allen der Pop Idol Girls.

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Die Akihabara Electric Town erreichst du über die Akihabara-Station.

Shibuya-Kreuzung bei der gleichnamigen Station

Das ist quasi das Muss eines jeden Tokio-Reisenden! An die Shibuya-Kreuzung vor der Bahn-Station stehen und Fotos von den Menschenmassen machen, die sich bei jeder Grün-Phase über die Strasse wälzen. Wer gerne Bilder von oben machen möchte und dabei einen Kaffee trinken will, begibt sich in den Starbucks gegenüber der Shibuya Bahn-Station. Die beste Zeit für Bilder ist abends vor Sonnenuntergang während der Rushhour. Dann musst du allerdings um einen guten Platz im Starbucks kämpfen!

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Shibuya-Shopping, Restaurants und Rotlicht-Viertel

Wenn du genug Fotos gemacht hast und es dunkel geworden ist, dann ist es Zeit für Einkaufsbummel und Abendessen. Bei beidem hast du in Shibuya eine enorme Qual der Wahl. Ich war in einem Geschäft, das auf zwei Etagen ausschliesslich Kosmetika für Damen angeboten hat. Die meisten Restaurants in Shibuya sind preislich günstig oder in der Mittelklasse, womit das Loch im Geldbeutel hier nicht allzu gross wird. Läuft man von der Station her die Strasse hoch, fallen einem ein paar Strassenzüge des Rotlichtviertels auf. Schau es dir ruhig an. Die Türsteher hier wirken nicht bedrohlich und könnten höflicher kaum sein.

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Beide Orte erreicht man über die Shibuya S-Bahn-Station.

Katzen-Café

Katzen-Cafés wurde in Japan erfunden! Was liegt also näher, als in Tokio mal eines zu besuchen und ein paar der gutmütigen Vierbeiner zu streicheln, sofern sie denn Lust dazu haben. Z.B. könntest du das Nyafe Melange im Stadtteil Shibuya besuchen.

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Hier die Webseite des Cafés.

Spüre eine Pachinko-Spielhalle

Pachinko: Was ist denn das? Lies hier die Erklärung.

Es gibt in Japan so viele Pachinko-Spielhallen, dass es nicht nötig ist, eine Wegbeschreibung mitzugeben. Du wirst garantiert an einer vorbeilaufen. Oft befinden sie sich in der Nähe von S-Bahn-Stationen. Lauf durch eine oder mehrere durch und lass es auf dich wirken.

Es ist nicht so gern gesehen, ein Foto zu machen. Sei diskret, wenn du nicht widerstehen kannst so wie ich und fotografiere keine Gesichter!

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Das lebensfrohe, durchgeknallte Tokio

Wenn du diese Tokio Sehenswürdigkeiten auslassen willst, könnte ich das ja verstehen. Aber du würdest etwas verpassen …

Shinjuku Roboter-Restaurant

Hat weniger mit Robotern zu tun – da gehst du besser ins Bangkok Roboter Restaurant – als mit ziemlich spektakulären Tanzshows, die so alle gängigen Japan Klischees abdecken. Ach ja: Zu essen soll es in dem ganzen Trubel angeblich auch noch was geben.

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Liegt in der Nähe des Shinjuku-Bahnhofs. Um es zu finden, besorgst du dir am besten eine Online- oder Papier-Karte. Du solltest auch unbedingt einen Tisch über die Webseite reservieren.

Akihabara Electric Town Maid Café

Wie der Name schon sagt, sind die Bedienungen weiblich und als Magd verkleidet. Man zahlt in den Maid Cafés nicht nur für Essen und Getränke, sondern auch für die Tischmiete. Die Cafés haben unterschiedliche Konzepte: An einem Ort wird man bedient, kann die halbstündlichen Tanzeinlagen der Damen bewundern und gegen Entgelt ein Foto von sich mit einer Maid machen. An anderen Orten bekommt man für das gebuchte Zeit-Package eine persönliche Maid-Hostesse inklusive Erinnerungsfoto. Und es wäre nicht Japan, wenn man mit den Damen zusammen nicht ein Lied zum besten geben könnte.

Im Kaffee, dass wir uns ausgesucht hatten, musste man übrigens miauen, wenn man die Bedienung brauchte. Miau! 🙂

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Die Damen, die auf der Strasse Werbung für ihr Maid-Café machen, wollen nicht fotografiert werden, da man ja für das im Café extra zahlen muss. Während des Abends posierte jedoch eine der Damen auf dem Dach eines Autos und hier war das Fotografieren dann doch erlaubt. 🙂

Für deine Reiseplanung

Die Akihabara Electric Town erreichst du über die Akihabara-Station.

Cosplay rund um die Harajuku Station

Sonntagnachmittags versammeln sich Cosplay Fans rund um die Harajuku Station in Tokio. Der Ort, wo es am ehesten was zu sehen gibt, ist die Takeshita Strasse. Ein anderer Ort, wo sich die Fans versammeln könnten, ist der Eingangsbereich zum Meiji Jingu-Schrein. Die Damen lassen sich gerne fotografieren, denn das bedeutet ja, dass ihr Kostüm gelungen ist. Für ein richtiges Wow-Erlebnis empfiehlt sich jedoch der Besuch einer Cosplay-Veranstaltung, z.B. in einem Einkaufszentrum. Ich hatte mal das Glück, in Bangkok – wo Teenager Cosplay ebenfalls mögen – in eine hineinzulaufen.

Kabukichō Rotlichtbezirk

Dies ist der bekannteste Rotlichtbezirk Tokios. Du wirst dort neben den einschlägigen Clubs auch Love-Hotels, normale Bars und Restaurants vorfinden. Ein Spaziergang durch Kabukichō ist relativ sicher. Ignoriere jeden, der dir den Besuch irgendeiner Bar aufschwatzen will!

Für deine Reiseplanung

Steige aus beim Shinjuku-Bahnhof. Von der Tokioter Stadtverwaltung aus gesehen befindet sich der Rotlichtbezirk hinter dem Bahnhof.

Souvenirs Souvenirs

Klassische Souvenirs in Tokio kaufen? Sowas von langweilig! Selbstverständlich geht man in einen Hello Kitty-Laden und deckt die ganze Verwandtschaft mit Kitsch ein! Diesen Laden hatten wir in Shinjuku entdeckt.

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Ich konnte das Posieren in solcher Umgebung nicht lassen!

Wenn du alles aus diesen drei Kategorien erlebt hast, dann bleiben immer noch Dutzende weiterer Tokio Attraktionen übrig. Tokio – riesig und voller Möglichkeiten!

Wichtige Extra-Tipps zu Tokio

Freiwillige Reiseführer

In Japan gibt es unzählige Freiwillige, die sich darüber freuen, den Touristen in Englisch eine Führung anbieten zu können. Man muss nichts bezahlen für diesen Service und ein Trinkgeld wird meistens auch abgelehnt. Wenn man länger als zwei Stunden unterwegs ist, versteht es sich jedoch von selbst, dass man dem Führer etwas zu essen und trinken spendiert!

Die ganze Sache hat aber einen Haken: Du musst dich frühzeitig darum kümmern! Kontaktiere die Organisation vier Wochen, spätestens zwei Wochen vor deinem gewünschten Termin. Für Tokio findest du solche Guides z.B. hier. Für ganz Japan findest du hier eine Liste. Stell dir mal vor, wie viel mehr du von der faszinierenden Japanischen Kultur auf diesem Weg mitbekommst? Da lohnen sich doch die Umstände, die du beim Organisieren haben wirst.

Was wo anschauen?

Man kann in Tokio zwei Wochen verbringen und jeden Tag etwas Neues sehen. Vieles lässt sich jedoch ausserhalb Tokios ebenfalls erleben. Einen sehr gepflegten Japanischen Garten habe ich zum Beispiel gleich neben dem Himeji Schloss entdeckt. Auf dem Weg zum Himeji-Schloss bin ich auch durch ein typisch Japanisches Quartier gelaufen, was sehr schön war, da die Japaner keinen Aufwand scheuen, ihr Eigenheim mit wenig Umland so schön wie nur möglich zu gestalten.

Die typisch Japanischen Onsen-Bäder gibt es ebenfalls tausendfach im ganzen Land.

Ich empfehle dir, in Tokio die Sachen anzusehen, die es so nur dort gibt und den Rest an anderen Orten Japans zu erleben.

Für deine Tokio Reiseplanung

Tokio hat zwei internationale Flughäfen: Der Narita und der Haneda-Flughafen. Beide sind ans Bahnnetz angeschlossen. Ab dem Haneda-Flughafen braucht man etwa eine halbe Stunde ins Zentrum, ab dem Narita-Flughafen eine gute Stunde.

Wetter in Tokio bzw. wann ist die beste Reisezeit für Tokio?

Am meisten Touristen hat es während der Kirschblütenzeit Ende März bis Anfang April. Das Wetter in Tokio ist dann eher noch kühl zwischen 10 bis 20 Grad. Möchtest du den Sommer so richtig geniessen, dann besuche Japan von Mai bis Juni oder von Ende August bis Anfang Oktober. Im Juli und August wird es oft zu heiss.

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Kommentare
  1. Manu
    • Charles Rahm
  2. Melissa
    • Charles Rahm

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