Japans Kirschblüten-Wahnsinn

Seit ich mit dem Gedanken spielte, Japan zu besuchen, war mir klar, dass etwas, was ich unbedingt mal gesehen haben muss, die Kirschblüten-Saison ist. Doch die Japanische Kirschblüte genau wie jede andere Kirschblüte dieser Welt blüht nur gerade für ein bis zwei Wochen.
Um deine persönlichen Kirschblüten-Bilder schiessen zu können, gilt es, ein paar Hindernisse überwinden.
Dieser Artikel fokussiert auf Tokio. Doch, es gibt Kirschbaum-Alleen und Parks in ganz Japan! Du kannst dir also aussuchen, an welchem Ort in Japan du dich von der Schönheit der Kirschblüte überwältigen lassen möchtest!

Am schwersten: Der richtige Zeitpunkt

Es gehört eine ordentliche Portion Glück dazu, zur rechten Zeit vor Ort zu sein.
Nach der Konsultation einer Kirschblüten-Wetterseite (Englisch) kam ich zum Schluss, Anfang April nach Tokio zu fliegen. Ich hatte Glück und kam eine Woche nach dem Start der Kirschblüten-Saison in Tokio an. Wäre ich aber zur selben Zeit ein Jahr vorher angekommen, wäre alles schon vorbei gewesen, da dann der Zeitpunkt der ersten Blüte schon Mitte März war. Vielleicht hätte es noch Blüten an den Bäumen gehabt, aber sicherlich nicht mehr dieser satte weisse Eindruck, der mir vergönnt war.

Auch recht mühsam: Finden einer preiswerten Unterkunft

Da ich nicht der einzige Tourist war mit der Absicht, möglichst viele Kirschblüten-Bäume zu sehen, waren die Hotels und Herbergen 10 Wochen vorher – als ich den Flug buchte – schon recht gut ausgebucht. Es gelang mir nicht, einen Hotelraum zu einem vernünftigen Preis von 100 USD pro Nacht zu finden (das Maximum, das meine Freundin und ich festgelegt hatten) und somit mussten wir uns mit zwei Betten (besser gesagt Matratzen) in einem Dreier-Raum in einer Herberge für die ersten drei Nächte zufrieden geben.
Daraus resultiert mein erster Tipp an dich: Vor allem die Wochenenden von Mitte März bis Mitte April besonders in Tokio und Kyoto musst du ein halbes Jahr früher reservieren. Ich empfehle dir hierfür Hostelworld und Booking.com.

Auch ein Faktor: Das Wetter

Am 2. April 2014, unserem Ankunftstag, war perfektes Wetter, doch wir waren beide zu müde und haben uns ausgeruht. Fehler! Denn am 3. April regnete es ohne Unterbruch.
Zweiter Tipp: Ist das Wetter gut, dann gehe sofort die Kirschbäume anschauen. Das ist auch deswegen wichtig, weil die Blüten von Tag zu Tag weniger schön aussehen und Regen die Blüten schneller zerstört.

Orte in Tokio für das Geniessen der Japanischen Kirschblüte

Ueno-Park

Trotzdem gingen wir am verregneten Tag nach Ueno, um uns die dortige Kirschbaum-Allee anzuschauen, doch Fotos mit massig Regenschirmen drauf machen einfach keinen Spass. Am 4. April nachmittags hörte der Regen endlich auf und dann kam er, dieser magische Moment, wo alles perfekt ist. Wir gingen erneut in den Ueno-Park, es war leicht windig und als wir um die Ecke zur Allee liefen, sahen wir die Kirschbäume in perfektem Sonnenlicht. Der Wind blies die bereits losen Blütenblätter vom Baum. Es „schneite“ Kirschblüten-Blätter. Es war einfach magisch!

Nachfolgend ein Video dieses Moments und weitere Bilder:

Für mich ist es sonnenklar: Japan während der Kirschblüten-Saison muss man gesehen haben. Mit diesem Artikel möchte ich auch dich davon überzeugen!

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Hier heizen die Junioren einer Firma schon mal die Stimmung an, bevor dann der Rest der Firma später auch noch vorbeikommt.

 

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Kein Park in Japan ohne Tempel. Beim Shinto-Schrein des Ueno-Parks entstand dieses Bild.

 

Der Ueno-Park beinhaltet auch einen See. Steigt man die Stufen zum See hinunter und überquert einen Damm, gelangt man zu einer Insel in der Mitte des Sees. Links und rechts auf dem Weg boten Strassenhändler ihre Köstlichkeiten feil. Ich liess mich dazu verführen, gezuckerte Süss-Kartoffeln zu essen. Die waren echt gut. Auf der Insel angekommen, präsentierte sich mir einer der schönsten Eindrücke überhaupt: Kirschbäume dem Seeufer entlang.

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Yoyogi-Park

Nach dem Besuch des Meiji Jingu-Schreins einen Tag später fielen uns gewaltige Menschenmassen auf, die sich alle in eine bestimmte Richtung bewegten. Da packte uns die Neugier und wir liessen uns von der Menge mitziehen. Wir endeten im Yoyogi-Park, wo uns die Wucht und der Wahnsinn der Kirschblüten-Saison so richtig in Bann zogen. Es müssen mehrere Tausend, wenn nicht gar zehntausende Menschen gleichzeitig in diesem Park gewesen sein.

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Beim Eingang des Parks gaben Strassenkünstler ihr Bestes zur Unterhaltung der Zuschauer.

Der zentrale Teil des Parks besteht nur aus Kirschbäumen und an diesem sonnigen Samstag liessen viele sich die Gelegenheit nicht entgehen, ein Kirschblüten-Picknick (Hanami) zu veranstalten.

Hier die Impressionen:

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Das waren die beiden Orte, die wir besucht hatten.
Über ganz Tokio verteilt, gibt es Dutzende Möglichkeiten, Kirschblüten-Bäume zu erleben, um deine Gier nach perfekten Kirschblüten-Bildern zu befriedigen. (Man kann da wirklich in einen „Foto-Knips-Rausch“ geraten. Zumindest mir ging es so!) Mir wurden in Tokio noch folgende Orte empfohlen, wo ich selbst aber nicht war:

  • In der Nähe des imperialen Palasts bei der Kudanshita-Station (der JR Railpass ist für diese Station nicht gültig!) für Kirschbäume entlang des Palastgrabens
  • Die NakameguroStation (JR Railpass ist ebenfalls nicht gültig) für Kirschbäume entlang des Nakameguro-Kanals

In ganz Japan hat jeder noch so kleine Ort genug Kirschbäume, um einen bleibenden, schönen Eindruck zu vermitteln. Während unserer Zeit in Tokio und den anschliessenden Tagen konnten wir aus dem Zugfenster immer wieder schöne Anblicke erhaschen. Es ist einfach der Wahnsinn, diese Japanische Kirschblüten-Zeit!

Für deine Reiseplanung

Tokio hat zwei internationale Flughäfen: Der Narita und der Haneda-Flughafen. Beide sind ans Bahnnetz angeschlossen. Ab dem Haneda-Flughafen braucht man etwa eine halbe Stunde ins Zentrum,ab dem Narita-Flughafen eine gute Stunde.

 

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Kommentare
  1. Alise
    • Charles Rahm
  2. Jasmin
    • Charles Rahm

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